Montag, 25. Mai 2009

Aarne Rosenstein ruft Partei "SCHWARZ ROT GOLD" ins Leben!

Hechingen - »16 Bundesländer? Ein Wasserkopf. Drei bis vier reichen vollkommen«, ist Aarne Rosenstein überzeugt. Der Hechinger hat zusammen mit bisher 150 Gesinnungsgenossen eine überregional agierende »Bürgerbewegung e.V.« gegründet. Ziel ist die Teilnahme an der nächsten Bundestagswahl im Jahr 2009.

»Deutschland ist kein Einwanderungsland. Es kann nicht jeder reinkommen«

Im Vereinsregister des Amtsgericht Hechingen ist der Verein jetzt eingetragen. Der 69-jährige Rosenstein hält mit seinem Unmut nicht hinterm Berg. »Man kann sich Deutschland wie eine schlecht geführte Firma vorstellen. Wird eine Firma schlecht geführt, dann rollen Köpfe. Gleiches müsste jetzt in der Politik geschehen«, poltert der Geschäftsführer eines Textil-Unternehmens.

Es ist der »Ärger darüber, wie unser Land verwaltet wird«, der Rosenstein und seine 150 Mitkämpfer, ungefähr zwölf davon aus dem Zollernalbkreis, umtreibt. »Die Bürgerbewegung« heißt die neue politische Gruppierung, Rosenstein steht an vorderster Stelle, er ist der Vize-Vorsitzende.

Die Mitglieder kommen aus Württemberg, Hessen und der Rheinpfalz. Die Bürgerbewegung ist laut Rosenstein dem liberal-konservativen Spektrum zuzuordnen. Gleichwohl ist ein deutlich konservativer Zungenschlag der neuen Bewegung nicht zu überhören, denn Rosenstein betont: »Deutschland ist kein Einwanderungsland. Es kann nicht jeder reinkommen. Der Zuzug der Einwanderer drückt die Gehälter der Anwesenden nach unten«.

»Schwarz-Rot-Gold – Die Bürgerbewegung«

Doch um bei der Bundestagswahl 2009 teilzunehmen, muss aus der Bürgerbewegung eine Partei werden. »Mindestens 400 plus x Mitglieder sind notwendig, um eine Partei sein zu können«, erklärt Rosenstein.

Im nächsten Frühjahr soll es soweit sein, die Mitglieder der Bürgerbewegung wollen sich auf dem Schloss Hambach treffen. Dort soll dann die neue Partei »Schwarz-Rot-Gold – Die Bürgerbewegung« aus der Taufe gehoben werden. Auf kommunaler Ebene will die Bürgerbewegung laut Rosenstein nicht antreten. Der Ort der Parteigründung ist nicht zufällig gewählt.

1832 fand hier das »Hambacher Fest« statt, das als Höhepunkt liberaler bürgerlicher Opposition gegen den monarchischen Obrigkeitsstaat gilt. 30 000 Festteilnehmer vieler Bevölkerungsschichten forderten die Einheit, Freiheit und Demokratie Deutschlands. Die Mitglieder der Bürgerbewegung fühlen sich dieser Tradition verpflichtet, so Rosenstein.

Von Christoph Klawitter